Jeremias Thun

The Social Network Facebook

Februar 28, 2012 in Ausgabe 2

„Facebook ist unnötig. Wozu braucht ein normaler Mensch Facebook, bei dem man seine Privatsphäre offen vor sich her trägt?“ Wie oft man diesen Satz schon zu hören bekommen hat – und das nicht nur von Menschen, die keinen eigenen Account besitzen, also kein Mitglied der Facebook-Gemeinde sind. Die meisten „User“ von Facebook stellen sich die Frage nicht, sondern verbringen mehrere Stunden täglich vor dem PC, lassen sich stundenlang bei Facebook eingeloggt, schreiben Nachrichten, chatten, kommentieren Statusmitteilungen und Fotos, checken Neuigkeiten und wollen nichts verpassen.

 

Das ist Facebook: Eine eigene virtuelle Welt, ein soziales Netzwerk in dem man online Neuigkeiten und Bilder austauschen, soziale Kontakte knüpfen und diese mehr oder weniger kennen lernen kann. Für viele ist Facebook wichtig, für andere einfach nur zum verzweifeln. Ständiges „online“ sein, immer erreichbar, auch während der Schulzeit. Selbst von sinkenden schulischen sowie außerschulischen Leistungen und familiären Konflikten nehmen die Betroffenen kaum Notiz. Reale Freundschaften werden zur Nebensache und müssen den virtuellen Platz machen.

Oberflächlich betrachtet ein ziemlich unverständliches Verhalten, doch ist man selber kein anti-Facebooker kann man den Hintergrund nachvollziehen: Der ständige Druck nicht bis auf das kleinste Detail informiert zu sein und nicht dazu zu gehören bestimmt hier das Leben vieler Nutzer und macht süchtig.

 

Anzeichen für Facebook-Sucht:

 

  • Du checkst mehrmals am Tag deinen Account ohne nennenswerten Grund.
  • Du chattest mehrere Stunden am Tag mit deinen Freunden anstatt dich real mit ihnen zu sehen.
  • Du lässt alle ständig an deinem Leben via Statusmitteilungen teilhaben.
  • Du hast mehr als 500 Freunde.
  • Du bist online, obwohl du eigentlich arbeiten müsstest oder etwas anderes zu tun hast.
  • Du verbringst ungern einen Tag ohne Facebook, weil du dann das Gefühl hast, nicht mehr auf dem Laufenden zu sein.

 

Eine solche Sucht führt zu Minderwertigkeitskomplexen, Schwitzattacken und Ängsten, wovon aber hauptsächlich Mädchen betroffen sind.

Menschen, die mit Facebook und anderen Chat-Möglichkeiten nicht so häufig in Verbindung treten, gehen offener mit ihrer Umwelt um und können meist besser echte Kontakte knüpfen – sie haben wenige, aber lebendige Freundschaften. Durch die steigende Zahl der Netzwerke (Schüler-VZ, ICQ, Studi-VZ, Facebook usw.) wird der Alltag vieler Menschen in ein wirres Durcheinander versetzt. Die Betroffenen unterbrechen sämtliche Aktivitäten mit Freunden oder den Sport um zu „checken“, was sich gerade online abspielt. Kaum eine Unterhaltung findet statt, ohne von ständigen Blicken aufs Handy unterbrochen zu werden, selbst im Job geht man immer mal nachsehen, wer sich gemeldet hat…

Kann man sich so aufeinander konzentrieren, nachdenken über das, was den anderen beschäftigt – oder gibt es gar keine Gesprächsthemen mehr, über die man nachdenken muss? Keine Beschäftigung mehr, die Konzentration und Ausdauer erfordert? Kann man noch Hausaufgaben machen, ohne sich mit den Klassenkameraden zu vernetzen? Ist es überhaupt noch wichtig, sich alleine in ein Thema zu vertiefen, oder ist es total retro – Schnee von gestern?

 

Ist diese „geniale Erfindung“ des Marc Zuckerberg aus dem Ruder gelaufen, wie ein Medikament, dessen Nebenwirkungen falsch eingeschätzt wurden?

 

Jugendliche, die Internet- oder Facebooksüchtig sind, werden therapiert weil sie krank sind: Kaum einer hilft ihnen noch aus der virtuellen Welt – wollen wir das?

 

Das Netzwerk Facebook bietet den Nutzern viele verschiedene Informationen aus verschiedensten Richtungen an, wie zum Beispiel Filme, Musik, Politik, Geschichte, Stars oder was die Welt sonst noch so bewegt. Doch man muss es schaffen, dies nur als einen Teil der täglichen Freizeit zu sehen, echte Spiele, Freunde und Sport nicht zu vergessen und den Großteil des Tages nicht „on“ zu sein, sondern ein eigenes Leben zu führen.

Jeremias Thun

Grund für Protest?

November 25, 2011 in Ausgabe 2

„Solange die schulische Leistung nicht darunter leidet“ dürfen wir fast alles machen, was wir wollen. Doch lernen wir wirklich nur in der Schule? Die Schule ist ein staatlich eingerichteter Ort, an dem wir – so wird es uns gesagt – lernen sollen, was wir für das Leben brauchen. Wir sollen am Ende auf eigenen Beinen stehen und die grundlegenden Dinge wissen. Doch betrachten wir dies an einem praktischen Beispiel, wie dem Schüler*innenkolektiv Fort Bildung:
Was hat Fort Bildung gemacht?

Als der Bremer Senat auch bei dem Bildungsbudget gekürzt hat, bildete sich das Schüler*innen-Kollektiv „Fort Bildung“, welches anfing Schulen zu besetzen. Die Schüler*innen, die zunächst mehr oder weniger spontan bei den Aktionen mitmachten, hatten sich in der Vergangenheit größtenteils sehr selten an großen Aktionen beteiligt. Ein basisdemokratisches (alle haben die gleichen Rechte) Grundprinzip war für viele neu und ein guter Umgang damit für viele nicht leicht. Auch die Ansichten gingen sehr weit auseinander: Bei den Treffen saßen Kommunisten neben Mitgliedern der Schüler-Union (Schüler-Gruppe der CDU), Schüler*innen, die Schule vom Grundsatz her ablehnen neben Schüler*innen, die lediglich mehr Unterrichtsstunden wollten.
Nachdem sich die Beteiligten gemeinsam mit dem Thema Schule auseinandergesetzt hatten, schafften sie es dennoch, gemeinsame Forderungen aufzustellen, und auch bei kurzfristigen Entscheidungen („welche Aktionen machen wir als nächstes?“) war eine gemeinsame Entscheidungsfindung möglich, sodass alle mit allen Entscheidungen einverstanden waren.
Selbstorganisation und schulischer Topleistungen
Nicht einer*e der beteiligten Schüler*innen war während der Treffen mit Hausaufgaben beschäftigt oder hat für Tests gelernt. Dinge, die „für das Leben wichtig“ sind, haben die Beteiligten dennoch mindestens im gleichen Umfang gelernt, wie sonst in der Schule: Gemeinsame Entscheidungsfindung, Selbstorganisation und die Auseinandersetzung mit politischen Themen sind hier nur Beispiele. Darüber, ob Fähigkeiten wie diese im späteren Leben noch wichtiger sind als Grundkenntnisse in Deutsch, Mathe und Englisch oder ob sie gleich wichtig sind, lässt sich noch streiten. Fest steht auf jeden Fall: Bei Fort Bildung haben die Schüler*innen wichtige Dinge gelernt, die mindestens genauso wichtig sind wie schulische Grundfächer, und die in der Schule nicht unterrichtet werden.
Es ist in de aktuellen Gesellschaftlichen Lage natürlich niemandem zu raten, die Schule zu ignorieren! Nur zu der einzigen Beschäftigung darf sie nicht werden.

Jaro

Silentium Pro

August 29, 2011 in Ausgabe 1

Da wir, anders als viele andere, mehr Zeit in der Schule verbringen, wird unsere Freizeit, die wir zuhause beziehungsweise außerhalb der Schule verbringen können, insgesamt verkürzt. Um so viel Freizeit wie möglich zu erhalten, wurde in den Stundenplan unserer Ganztagschule das Silentium eingefügt. Dies ist eine Art (Haus-) Aufgabenstunde, in welcher wir schulischen Aufgaben sowie sonstigen Interessen nachgehen können. Auch für Interessen wie zum Beispiel das Üben von Instrumenten sollte hier Platz sein. Dadurch, dass ein Großteil der schulischen Aufgaben so schon in der Schule gemacht wird, wird unsere Freizeit, anders als in vielen anderen Schulen, nicht von den Hausaufgaben „gefressen“. Leider sieht das Silentium in der Praxis häufig wie ein lauter Chaotenhaufen aus, der auch mehr einer Party als einer Art Unterricht gleicht. Viele Schü-ler*innen nehmen den Sinn des Silentium nicht so ernst, dass sie annähernd ein Arbeitsverhalten wie in vielen Fächern an den Tag legten.
Alle wissen: Selbstdisziplin und Eigenverantwortung sind wichtige Komponenten, die mensch aus der Schule für das weitere Leben mitnehmen sollte! Und auch das Silentium in seiner bishe-rigen Form kann zu einem Lernprozess zugunsten der Selbstdisziplin und Eigenverantwortung im Unterricht werden, da wir in den meisten Fällen jener Zeit die Möglichkeit haben, uns – sofern wir denn arbeiten wollen – in eine stillere Umgebung und einen anderen Raum zu bege-ben. Der Grund für das eigenständige Suchen einer stillen Umgebung ist – wenn dann – die Wissbegierde.
Mit der Zeit können wir beobachten, wie sich durch diese gewonnene Selbstdisziplin viele Schü-ler*innen auch im Klassenzimmer mehr auf das Silentium als auf das Reden und ähnliches kon-zentrieren. Es wird in den meisten Klassen mit der Zeit tendenziell leiser und dadurch produkti-ver. Dies ist allerdings kein Zustand, sondern ein Werdegang, der sich allem Anschein nach wei-ter ins Positive entwickeln wird. Mit diesem Verlauf, welcher so gut wie nur von uns Schüler*in-nen ausgeht, können die ursprünglichen Ziele der Silentiumstunden (oben genannt) sehr gut er-reicht werden.
Es gibt also Ideen, wie ein Silentium aussehen könnte, und nach denen das Silentium überhaupt entstanden ist. Leider kann an unserer Schule „Silentium“ nicht „Ruhe“ heißen. Doch dies ändert sich, wenn die Entwicklung der Selbstdisziplin weiter voranschreitet und immer mehr Schüler*innen in und an dem Silentium arbeiten.
Das Silentium ist im Kommen, und sooo nützlich! Also sorgt mit dafür, dass aus der bisherigen Chaosstunde immer mehr unser Silentium wird.

Laura

Frau Döbele

August 29, 2011 in Ausgabe 1

Frau Döbele war unsere Gartenbaulehrerin; sie pflegte den Garten, holte viel aus ihm raus, so viel, wie man aus einem Garten, der erst seit knapp 3 Jahren gepflegt wurde, eben rausholen konnte, zumal es ein Garten ist, in dem wir lernen sollen und kein Garten, wo schöne Rosen stehen und niemand irgend-etwas anfassen darf ! Gerade die Siebten ( vorherigen Sechsten ) waren von Frau Döbele sehr begeistert und lernten gut.
Als am Ende des Jahres die Nachricht kam, dass Frau Döbele gehen muss,  wa-ren viele sehr entsetzt und fragten sich, warum überhaupt?
Diese Frage können wir beantworten:  Zum einen war es eine Probezeit, die Frau Döbele das eine Mal verlängert wurde, das andere Mal aber nicht! Zum anderen hatte der Fachmentor der Toulerstraße gesagt, dass es fachliche Mängel gäbe, die er Frau Döbele aber nicht ausreichend bekannt gab. Frau Döbele fühlte sich alleine gelassen und ratlos!
Viele Schüler fanden, dass solche Entscheidungen nicht über unsere Köpfe hinweg getroffen werden sollten, da wir denken, dass uns ein Mitentscheidungsrecht  zusteht!
Hier noch ein paar Worte zu Frau Döbele: Die meisten waren sehr begeistert von ihren hohen sozialen Kompetenzen und ihrer Menschlichkeit.
Es ist wirklich schade, dass die Schule jemanden im Garten haben möchte, der über mehr Fachkompetenz verfügt, der aber möglicherweise dafür weniger gut mit den Schülern zurechtkommt.

Jeremias Thun

“Du Schwuchtel!”

August 29, 2011 in Ausgabe 1

In der Schule kann mensch sehr oft den Ausdruck „du Schwuchtel“, „du Homo“ oder „das ist ja schwul!“ hören. Klemmt zum Beispiel eine Tür, ist diese automatisch schwul. All diese homofeindlichen Ausdrücke gehören mittlerweile zu den am häufigsten verwendeten Ausdrücken unter Jugendlichen in Deutschland. Die meisten denken nicht mehr darüber nach, was ein Ausdruck wie „du Schwuchtel“ eigentlich beinhaltet und was er für eine Wirkung haben kann und verwenden ihn daher wie jedes andere Schimpfwort.
Homosexuelle wurden auch in Deutschland lange Zeit, wie viele andere Minderheiten, verfolgt und geächtet. Im Nationalsozialismus kann mensch von bis zu 15.000 schwulen Männern ausgehen, welche in Konzentrationslager gebracht wurden. Doch auch heute noch werden Homosexuelle in einigen Ländern verfolgt. Erst Mitte Mai machte die Initiative Avaaz darauf aufmerksam: „Vor wenigen Monaten ist der Homosexuellenaktivist David Kato in seinem eigenen Haus brutal ermordet worden. Nun werden lesbische, schwule, bi-und transsexuelle Ugander von diesem drakonischen Gesetz bedroht, welches Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen mit lebenslanger Haft bestraft und außerdem die Todesstrafe für “Serientäter” vorschreibt.“
In Deutschland galt Homosexualität lange Zeit sogar als Krankheit und wurde erst 1992 offiziell legalisiert. Doch auch jetzt noch haben homosexuelle Paare erhebliche Nachteile gegenüber heterosexuellen Paaren. Das wichtigste Beispiel hierfür ist das Adoptionsrecht: Homosexuelle Paare dürfen keine Kinder adoptieren.

In Deutschland kann nicht von mehr als 90% heterosexuellen Menschen ausgegangen werden. Homo-, bi- oder transsexuelle Menschen bilden damit zwar insgesamt eine klare Minderheit, dennoch ist diese Minderheit sehr viel größer als viele es anhand des öffentlichen Lebens vermuten mögen. Sie ist so groß, dass wir davon ausgehen können, dass wir bei jedem zehnten „du Schwuchtel“ einen Menschen ernsthaft in seiner sexuellen Ausrichtung angreifen.

Großen Zulauf bekommt die verachtende Haltung gegenüber homosexuellen und ins-besondere gegenüber schwulen Menschen leider auch von der Filmindustrie:
Viele, relativ beliebte Filme, wie „(T)Raumschiff Surprise“ (Kapitän und Mannschaft) oder „Der Schuh des Manitu“ (Winnetouch) bedienen sich einer relativ lustigen Doof-Haltung der Figur, und um diese pure Dämlichkeit zu erklären, sagen sie eben, die Figur sei schwul.
Was für eine Wirkung solche Filme auf manche Jugendliche haben, kann mensch schon bei einem einfachen Spaziergang über den Pausenhof sehen: Da läuft zum Beispiel ein torkelnder Schüler, der die Arme kreisen lässt und sagt „Ich bin schwul“.
So sieht dann das gemachte Bild, welches wir von Schwulen haben, aus…

Der Bremer Lehrer Hans-Wolfram Stein hat bereits 2009 mit seiner Klasse ein Projekt zum Thema Homophobie gestartet, in dem er unter anderem eine Umfrage erarbeitet hat. Das Ergebnis:
Über 20% der befragten Schüler_innen waren noch immer der Meinung, dass Homosexualität eine Krankheit ist, und weit über die Hälfte der Befragten fanden es „ekelhaft“, wenn sich homosexuelle Paare in der Öffentlichkeit küssen. Jungen sind hierbei ca. doppelt so homofeindlich wie Mädchen.
Später wurden Aktionen wie diese gestartet: Die Schüler_innen gehen einmal zu einer Krankenkasse und fragen, ob mensch sich wegen Homosexualität krankschreiben lassen kann und ließen sich anschließend haarklein erklären, warum dies nicht der Fall ist.
Die Schimpfwörter werden zwar von vielen Schüler_innen weitergetragen, die selber nicht wirklich so homophob sind wie ihre Schimpfwörter, aber deren Ursprung lässt sich mit tatsächlich sehr homophoben Gedanken und Vorstellungen definieren. Wenn diese Schimpfwörter verwendet werden, unterstützt mensch diese homophoben Einstellungen, und Homosexuelle haben immer größere Probleme, sich zu „outen“.

Viele Jugendliche, die sich als homosexuell „outen“, verlieren allein durch das offene Zugeben ihrer Sexualität einige ihrer Freunde. Vielleicht auch eine Folge der Verwendung des Wortes „Schwuchtel“ als Schimpfwort: Niemand will zu einer verachteten Gruppe gehören!
„Wir lieben Menschen, keine Geschlechter“ (Denise Melchin in einem Artikel für die ‘Spunk’)!

Die Schüler*innen Vertretung

August 29, 2011 in Ausgabe 1

Die Aufgabe der Schüler*innen Vertretung ist es, die aktuellen Probleme und Themen zu bereden, zu diskutieren und kreative Lösungsvorschläge an die Klassen bzw. die Schulleitung weiterzugeben. Die weitergegebenen Lösungsvorschläge werden in den Klassen noch einmal angesprochen, und die durchschnittliche Klassenmeinung wird dann bei der nächsten Sitzung durch die Klassensprecher bei der SV zu Wort kommen:
Nachdem die verschiedenen Klassensprecher bei der Sitzung eingetrudelt sind, gibt einer einen Überblick über die Themen der Sitzung – dann werden sie der Reihe nach besprochen.
Bei den meisten Sitzungen fehlen leider einige, da eine Klasse auf Klassenfahrt ist, die nächste eine wichtige Arbeit schreibt, usw. Dass dies für die Vertretung der Klassen in der SV ein Nachteil ist, ist offensichtlich! Auch haben manche Klassen einen ständigen Wechsel der Vertreter, was oft zusätzliches Chaos verursacht – es wird aber daran gearbeitet.
Aktuelle Themen sind z.B. der Wow-Day (29.9.) oder die Schüler Zeitung. In einer der letzten Sitzungen war Fr. Graps – sie engagiert sich an unserer Schule für den WoW-Day – dabei: Sie hat uns Vorschläge zum Spenden sammeln vorgeschlagen, wie z.B. einen Spendenlauf zu organisieren und Postkarten zu malen. Dann hat sie uns die Aktion vorgestellt, wohin das Geld fließen wird – in eine Unterstützungs-Aktion für Bergvölker im Himalaya. Die differenzierte Hilfe soll darin bestehen, Packtiere wie z.B. Yaks an die Familien zu geben, damit die Frauen und Kinder nicht so viel schleppen müssen. Die Tiere bieten außerdem auch Milch, Fleisch und Felle für die Winter.
Es wird überlegt ob man die SV-Sitzung öffentlich macht, dann könnten alle Schüler*innen, die sich dafür interessieren, die Sitzungen besuchen. Die Schüler*innen könnten mitreden und diskutieren, hätten aber kein Stimmrecht.
 Was auch noch diskutiert wird, ist die fürs nächste Jahr geplante Voll-Versammlung. An ihr würden alle Schüler*innen teilnehmen – sie würde zur Information und zur Diskussion von Themen weitreichender Auswirkung angewandt werden.
Die nun schon mehr als ein Jahr existierende SV hat bereits viel bewirkt – es gibt aber auch noch viel zu machen!

Torben

Silentium Contra

August 29, 2011 in Ausgabe 1

Eigentlich halte ich das Silentium für eine gute Idee. Allerdings müssen die Lehrer noch einiges anders machen, damit ich es für eine tolle Sache halte. Oft dürfen keine individuellen Arbeiten ausgeführt werden.
Viele Lehrer geben im Silentium Hausaufgaben auf und benötigen die Hälfte der Zeit, um die Aufgaben zu erklären. Bis jeder Schüler die Aufgaben verstanden hat, vergeht viel Zeit. Nach einiger Zeit ist der halben Klasse langweilig, und sie werden laut und reden. Dadurch können sich jene, die die Aufgabe nicht verstanden haben, nicht konzentrieren und ein Teil von ihnen wird ebenfalls laut. Und der Lehrer erklärt die Aufgabe wieder und wieder, aber bis jeder alles verstanden hat, vergeht viel Zeit. Die Schüler, die langsamer arbeiten und sich die Aufgabe von einem Mitschüler erklären lassen, bekommen dies besonders zu spüren, weil sie nicht fertig werden und abends noch die restlichen Hausaufgaben erledigen müssen.
Hinzu kommt, dass einige Lehrer diese Zeit als Unterrichtszeit nutzen und zusätzlich auch noch Hausaufgaben für zu Hause aufgeben. Eigentlich hieß es einmal, dass alle Hausaufgaben jetzt in der Schule erledigt würden, aber bei vielen funktioniert das nicht wirklich. In den zur Verfügung gestellten Räumen ist es oft unruhig, oder im Sommer ist oft verbrauchte Luft im Klassenzimmer; aber einige Lehrer verbieten es den Schülern, an anderen Orten auf dem Schulgelände als im Klassenraum zu arbeiten.. Eigentlich reicht es, wenn zwei oder drei Lehrer von einer Schülergruppe zur anderen pendeln, die an anderen Orten arbeiten als in den zwei erlaubten Räumen. Es sollte so doch möglich sein, wenn sich die Lehrer von einem Ort zum anderen begeben.
Das Silentium sollte dafür da sein, dass wir Schüler uns selbst gestellte Aufgaben oder Hausaufgaben erledigen können, nicht wie in anderen Stunden, wo wir die von den Lehrern gestellten Aufgaben bearbeiten müssen.